Gerüchte zu Apples eigener Suchmaschine

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Gerüchte zu Apples eigener Suchmaschine

Gerüchte zu Apples eigener Suchmaschine

In den letzten Tagen vermehren sich verschiedene Gerüchte, dass Apple eine eigene Suchmaschine plant.  Diese Art der Gerüchte gab es auch schon in den letzten Jahren, Apple sei dabei noch in der Planung. Doch steht in der nächsten Zeit eine feste Umsetzung bevor? Offizielle Ankündigen gibt es bis jetzt noch nicht, dennoch soll dieser Artikel der Frage nachgehen, wie wahrscheinlich das Ganze sein könnte.

Der erste Aspekt, der dafür spricht, ist das Vorgehen von Apple selbst. Denn Apple versucht bei seinen Produkten ein eigenes Ökosystem aufzubauen. Dies zeigt sich an dem eigenen Betriebssystem ( IOS), anderen Anschlüssen (die meist nur innerhalb der Apple-Welt kompatible sind) und die Bereitstellung appleeigener Dienste. Apple möchte damit seine Kunden möglichst stark binden und vereint dafür Hardware und Software. Dafür würde sich ein hauseigner Suchanbieter wunderbar in den Safari-Browser intrigieren lassen. Die Strategie ist bekannt, auf den eigenen Geräten vorinstallierte Software und Dienste anbieten, die dann ohne Umschweife von den Usern verwendet wird. Dem bedient sich Google bei dem Android Betriebssystem oder Microsoft bei Windows.

Ein weiterer Fakt bestätigt das Bestreben von Apple noch unabhängiger zu werden. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC am 22 Juni hatte Apple die Abkehr von Intel als Zulieferer von Prozessoren für die Mac-Computer bekannt gegeben. Stattdessen will sich Apple zukünftig auf die ARM-Architektur verlassen. Der Vorteil dabei ist, dass diese bereits seit Jahren in Smartphones, Tabletts und anderen mobilen Geräten verwendet werden. Somit ist Apple nicht mehr von den Entwicklungs- und Produktzyklen seitens Intel abhängig. Und mehr noch, ARM ermöglicht es seinen Kunden Anpassungen an der Prozessorarchitekt vornehmen zu lassen. Diesen Vorteil nutzt Apple schon seit einiger Zeit für die Iphone-Sparte und überträgt dies nun für die Mac-Sparte.

Aber noch weitere Punkte erhärten den Verdacht. Vor zweieinhalb Jahren hat Apple den Google-Suchchef John Giannandrea abgeworben. Auch haben sich seit 2018 Sichtungen von Stellenanzeigen gemehrt, in denen nach Experten für Suchmaschinen gesucht wird. Außerdem verwendet Apple seit 2015 einen eigenen Webcrawler ,,AppleBot”, der das Internet durchsucht und einen Index erstellt. Ebenso hat Apple mit Siri und der Spotlight-Suche hauseigene Suchtechniken hervorgebracht. Somit sind die anfänglichen Grundlagen einer Suchmaschine vorhanden. Auf dieser Erfahrung könnte Apple dann aufbauen.

Ein weiter Anhaltspunkt ist das möglicherweise stattfindende Kartellverfahren in den USA gegen Google und Apple. Im Zuge des Verfahrens soll ein milliardenschwerer Deal zwischen Google und Apples geprüft. Diesbezüglich wird Google vorgeworfen jedes Jahr acht bis zwölf Milliarden US-Dollar an Apple zu zahlen, um als Standard-Suchmaschine auf iPhones eingerichtet zu sein. Sollte die USA wie im EU-Verfahren diesen Deal für illegal erklären, müsste Apple entsprechend reagieren, beziehungsweise sich daraufhin vorbereiten.

Abschließend kann der Artikel natürlich keine eindeutige Bestätigung aussprechen, aber die fundierten Hinweise deuten daraufhin, dass in Zukunft mit einer Suchmaschine zu rechnen sein könnte.

Fassen wir die wesentlichen Anhaltspunkte zusammen:

  • Apple möchte seinen Produkt-Kosmos stärken
  • Apple trennt sich von Intel und wechselt zur ARM
  • Apple sammelt Know-How
  • Webcrawler ,,AppleBot” seit 2015 im Einsatz

  • drohende Kartellverfahren USA & EU
2020-12-22T13:40:20+01:0020. November, 2020|News|

Über den Author:

Jan Fölz ist seit 2018 als Junior Digital Marketing Consultant bei der Damcon.

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