Google Shopping Kampagnen systematisch aufsetzen: Feintuning

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Google Shopping Kampagnen systematisch aufsetzen: Feintuning

Der erste Teil dieses Artikels beschäftigte sich mit den drei grundlegenden Schritten, die als Best Practices für die Einrichtung einer systematisch aufgebauten Shopping-Kampagne empfehlenswert sind.

 

Diese Einrichtungsphase – bis die Kampagne dann gut mit den Daten aus dem Merchant Center und dem Shopping Feed abgestimmt ist und sauber läuft – kann durchaus einige Wochen in Anspruch nehmen, Sorgfalt und Geduld sind dabei gefragt.

 

Wenn diese Phase dann abgeschlossen ist und der Ads-Account eine solide Datenbasis für weitere Optimierungsschritte bietet, bieten sich die folgenden Optionen zum weiteren Feintuning der Kampagne an:

 

Kampagnenstruktur nach Priorität

Wie beim Thema Kampagneneinrichtung bereits erwähnt, lassen sich für Shopping-Kampagnen Keywords nicht explizit festlegen, diese werden automatisch aus den Produktbeschreibungen gezogen.

So kann es sein, dass die Produktanzeige eines Sportschuh-Geschäfts für jede der folgenden drei Suchanfragen ausgespielt wird:

 

  • Laufschuhe blau
  • Sportschuhe kaufen
  • Schuhe Marke x kaufen
  • Schuhe Marke x Modell y

 

Oft lassen sich anhand dieser Suchanfragen, die Sie über den Google Ads-Account ermitteln und auswerten können, relevante Unterschiede der Kaufabsicht herauslesen. – Handelt es sich um ein noch weit gefasstes Stöbern, eine bereits weiter durchdachte Recherche oder ein unmittelbares Kaufinteresse?

 

Sicherlich würden Sie, wenn Sie die Wahl hätten, für diese drei Suchanfragen auch unterschiedliche Gebote abgeben.

 

Falls Sie feststellen, dass Ihre Gebotsstrategien das Potenzial der einzelnen Anfragen nicht angemessen berücksichtigen, können Sie über einen Trick durch eine Anpassung der Kampagnenstruktur nachhelfen:

 

  1. Legen Sie eine Kampagne für Anfragen mit hohem Potenzial und entsprechend hohen Geboten an, und eine weitere für eher allgemeine Anfragen mit niedrigem Potenzial mit niedrigen Geboten.
  2. Definieren Sie für die “Low-Intent-Kampagne” alle Begriffe, die ein hohes Potential signalisieren, als auszuschließende Keywords”, also zum Beispiel Wörter wie “kaufen” oder konkrete Marken- und Modellbezeichnungen.
  3. Weisen Sie der Low-Intent-Kampagne eine hohe Priorität zu und der High-Intent-Kampagne eine niedrige Priorität. So ist gewährleistet, dass nur die “guten” Suchanfragen mit hohen Geboten beworben werden.

 

Folgendes sollten Sie bei dieser Vorgehensweise noch beachten:

 

  • Sie können bei Bedarf auch eine dritte Kampagne mit mittlerem Potenzial ergänzen.
  • Sobald die Low-Intent-Kampagne kein Budget mehr hat, kann sie ihre Filterfunktion nicht mehr ausüben. Das lässt sich vermeiden, wenn die zwei oder drei Kampagnen sich aus einem geteilten Budget bedienen.

 

Markieren Sie Produkte mit selbstdefinierten Labels

Neben den vielen zwingenden und optionalen Feldern, die Google für den Shopping-Feed vorsieht, können Sie in Ihrem Shopping-Feed auch selbstdefinierte Labels verwenden, die dann auch in Google Ads für die Aussteuerung Ihrer Kampagnen zur Verfügung stehen.

 

Typische Anwendungsfälle: 

 

  • Das Label “Sommer” für die Sommerkollektion.
  • Das Label “Marge” für Produkte, die eine besonders hohe Marge haben.

 

Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Je nach Branche und Geschäftsmodell gibt es hier unzählige Möglichkeiten, das eigene Sortiment entsprechend zu sortieren.

 

Wenn dann zum Beispiel eine Kampagne “Sonderangebote” erstellt und in Google Ads mit Produkten des Labels “Aktion” verbunden wurde, dann entfallen zukünftige Anpassungen im Ads-Account und es gibt auch weniger Fehlerquellen. Es reicht, wenn Sie manuell oder über eine Feedregel die Labels ihrer Produkte ändern.

 

Shopping-Feed über Regeln anpassen

Nach den ersten Wochen gab es wahrscheinlich schon mehrere Fälle, in denen neu hinzugekommene Produkte in den Shop aufgenommen und (hoffentlich automatisch) in den Shopping-Feed übernommen wurden.

 

Wichtige Fragen an dieser Stelle

:

 

  • Sind die neuen Zeilen in der Feed-Tabelle “sauber”, enthalten sie die gewünschten Informationen in der richtigen Formatierung?
  • Oder ergeben sich regelmäßige Anpassungen, die sie jedes Mal vornehmen müssen, um die Darstellung und Ausrichtung für Google Ads zu optimieren?

 

Zum Glück gibt es im Google Merchant Center die Möglichkeit, solche systematischen Anpassungen über sogenannte Feedregeln zu automatisieren:

Die Vorteile liegen auf der Hand: a) Sie sparen Zeit und b) sorgen für eine konsistente Umsetzung.

 

Bonus: Wenn Ihr Feed geschäftsrelevante Daten wie zum Beispiel den Bestand oder die Marge enthält, können Sie über eine Feedregel ein entsprechendes Label zuweisen und darüber dann die Zuordnung ihrer Produkte zu verschiedenen Kampagnen dynamisch steuern.

Optimieren Sie Ihr Angebot

Wenn die Verkäufe im Shop und über per Google Ads aufgesetzten Kampagnen hinter den Erwartungen zurückbleiben, ist nicht immer die Kampagne “schuld”.

 

Gerade bei neueren Shops lohnt es sich, die folgenden Punkte auf Defizite zu prüfen:

 

  • Wie lesen sich Ihre Shopping-Anzeigen im Vergleich zu denen der Konkurrenz? Gibt es hier vielleicht noch Verbesserungsmöglichkeiten?
  • Wie sieht es in punkto Preis und Versandkosten aus? Wenn der Wettbewerb ein vordergründig besseres Angebot hat, wirkt sich das mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ auf Ihre Klickrate aus.
  • Ist Ihr Bestellprozess sauber aufgesetzt, oder stellt er den Käufer vor unnötige Hürden? Manchmal lässt sich an dieser Stelle die Conversionrate steigern, ohne mehr bieten oder Preise senken zu müssen.

 

Fazit

 

Mit den skizzierten Schritten bringen Sie Ihre Shopping-Kampagnen auf’s nächste Level und behalten sie dauerhaft im Griff.

 

Sie gewährleisten, dasss Ihre einzelnen Produkte bei zielführenden Suchanfragen zu jeweils angemessenen Geboten beworben werden, und dass sie die fallweise möglichen Klick- und Conversion-Raten auch erreichen.

 

Unser Angebot

Wir von DAMCON betreuen unsere Kunden gern langfristig und freuen uns über die nachhaltige Entwicklung und Optimierung der Accounts.

Wir wissen aber auch, dass in diesen Zeiten nicht jeder Kunde eine längerfristige Verpflichtung eingehen möchte und stehen daher gern auch für spezifische, situative Fragen und Aufgaben zur Verfügung.

Manchmal lassen sich ja schon in 1-2 Stunden zentrale Fragen klären und wichtige Weichen stellen.

Kontaktieren Sie uns also gern, wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrem Account haben oder sich eine erste Einschätzung im Hinblick auf sinnvolle Optimierungsmaßnahmen wünschen.

 

2020-04-22T11:00:04+02:0015. April, 2020|Google Ads (ehem. Adwords), Google Shopping|

Über den Author:

Alexander Schwarz ist seit 2019 im Damcon-Team und verantwortet als Senior Consultant im Digital Advertising die Ziele internationaler Kunden.

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