Organische und bezahlte Suche – beides sinnvoll?

//Organische und bezahlte Suche – beides sinnvoll?

Organische und bezahlte Suche – beides sinnvoll?

Eine Frage die häufiger aufkommt und auch diskutiert wird lautet wie folgt: Ist es überhaupt sinnvoll noch Anzeigen in der bezahlten Suche zu schalten, wenn man doch in der organischen Suche eh schon ganz oben gelistet ist? Zu oft wird dies damit begründet, dass es ja reiche nur einmal angezeigt zu werden und somit ansonsten nur unnötig Geld koste. In diesem Fall erscheint es doch ganz sinnvoll nur auf den organischen Suchanteil zurückzugreifen. Nach einer zeitintensiven, aufwendigen und kostenintensiven Suchmaschinenoptimierung möchte man sich das Geld für eine zusätzliche Anzeigenschaltung sparen. Doch ob das wirklich so sinnvoll ist, soll in diesem Artikel geklärt werden.

Amazon ist für jedermann ein Begriff und trotz dessen hat Amazon sich für beide Wege entschieden. Also muss Amazon sich von dem Ganzen etwas versprechen.
Quelle : Google Suche

Marken-Keywords

Google erlaubt es, dass jeder auf jedes Marken-Keyword bieten darf. Aber Achtung eben nur bieten, solange man nicht der Rechteinhaber ist oder eine Erlaubnis hat, darf in der Anzeige selbst nicht die Marke bzw. der Markennamen benutzt werden! Daher kommt es auch oft vor, dass Werbetreibende eben auf Fremdmarken bieten, um ihre Anzeigen ausliefern zu können. Damit kann den Nutzern so ein alternatives Angebot präsentiert werden. Wenn man nun aber auf die bezahlte Anzeige verzichtet können somit also auch Konkurrenten diesen Platz besser für sich nutzten. Man gibt also seinen eigenen Werbeplatz auf und andere Werbetreibende könnten über einen gelistet werden. Und schon wäre man nur noch der Zweitplatzierte. Was erstmal nicht all zu schlimm klingt, ist aber auf Grund des Nutzerverhaltens doch schon ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Bequemlichkeit der Nutzer

Viele Nutzer der Google Suche klicken auf den obersten Eintrag, ohne sich vorher die anderen Suchergebnisse anzuschauen. Die Nutzer wollen es einfach, bequem und schnell – don’t make me think. Damit ist man wieder bei den oben genannten Punkt, dass ein Konkurrent sich durch die bezahlte Suche über den eigenen organischen Eintrag positionieren kann. Sprich die Konkurrenz kann damit quasi Kunden ,,abfangen“. Hinzukommt auch noch, dass durch eine beidseitige Platzierung sehr viel Platz eingenommen wird, was ebenfalls der Klickrate zugutekommt.

Textkontrolle

Zudem darf nicht vergessen werden, dass sich die Textanzeigen sehr schnell anpassen und auch ändern lassen. Bei der organischen Suche hingegen, entscheidet der Google Algorithmus welche Informationen letztendlich angezeigt werden.

Messbarkeit

Nun gut, jetzt sind das alles erst einmal theoretische Begründungen, mit denen sich Werbetreibende oder entsprechende Verantwortliche eher weniger überzeugen lassen. Dies kann aber leicht mit einem A/B-Testing selbst überprüft werden. Indem die betreffenden Anzeigen für eine gewissen Zeit einfach pausiert werden und man sich daher nur auf die organische Suche verlässt. Anschließend lassen sich dann die Performance-Daten vor und nach der Pausierung vergleichen. Somit erhält man eine deutliche und nachweisbare Begründung.

Fazit

Die Vorteile noch einmal im Überblick:

  • bessere Sichtbarkeit
  • Platzierung vor der Konkurrenz
  • Anpassung der Anzeigen
  • mehr Performance

Neben den Erfahrungen bestätigen auch Messungen immer wieder, dass die Nutzung von organischer und bezahlter Suche zur selben Zeit sehr sinnvoll ist. Abgesehen von der Budgeteinsparung spricht also nichts dafür, auf den Platz in der bezahlten Suche zu verzichten.

2019-09-02T09:01:17+00:002. September, 2019|News|

Über den Author:

Jan Fölz ist seit 2018 als Junior Digital Marketing Consultant bei der Damcon.