Quick Wins für eine erfolgreiche Kampagnenoptimierung

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Quick Wins für eine erfolgreiche Kampagnenoptimierung

Quelle für das Beitragsbild: pixabay.com

 

Einleitung

Eine Kampagnenoptimierung ist ein mühseliger und lang andauernder Prozess. Doch es gibt einige einfache und recht wirksame Hebel, an denen man ganz gut ansetzen kann. Der Vorteil aller Methoden hierbei ist, dass diese auch nachvollziehbar von Einsteigern oder Werbetreibenden verwendet werden können, die nicht tiefer in die Optimierung einsteigen möchten. Daher finden sich in diesem Artikel die folgenden Quick Wins:

  • Qualitätsfaktor der Anzeigen
  • Suchbegriffe
  • Zielgruppenanpassung
  • Standortanpassung
  • Geräte filtern
  • Ändern, analysieren & anpassen

 

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Qualitätsfaktor der Anzeigen 

Mit dem Qualitätsfaktor kann eine enorme Verbesserung durch etwas Fleißarbeit erzielt werden. Der Qulitätsfaktor bestimmt für jede Anzeigenauktion die tatsächlichen CPC-Kosten. Je höher der Qualitätsfaktor ist, desto niedriger sind die Kosten in der Regel auch. Im Google Ads Interface können Sie sich den Qualitätsfaktor Ihrer Anzeigen und Keywords direkt anzeigen lassen. Dazu navigieren Sie im oberen Menü auf den Punkt ,,Spalten“. Anschließend findet sich das Menü, um die Spalten nach den eigenen Wünschen anzupassen. Im Reiter ,,Qualitätsfaktor” findet sich dann auch schon die entsprechende Spalte, die aktiviert werden muss.

Quelle: Google Ads Interface

In dem Sie auf die Spalte ,,Qulitätsfaktor” doppelt klicken, können Sie die Sortierung bestimmen.

Quelle: Google Ads Interface

Nun sollten Sie sich auf die Keywords und deren Anzeigen fokussieren die einen Qualitätsfaktor von 6 und schlechter aufweisen. Optimieren Sie diese Anzeigen zuerst. Betrachten Sie dabei Ihre Anzeigentexte und verbessern Sie diese. Gestalten Sie Ihre Anzeigen relevant, soll heißen, dass die Anzeige und die Landing Page zusammenpassen müssen und ein klar erkennbarer roter Faden vorhanden sein muss. Schreiben Sie dafür auch verschiedene Versionen Ihrer Anzeigen, welche unterschiedliche Aspekte und Stärken bewerben. Dabei sollten Sie versuchen jede Titelzeile und jeden Anzeigentext bis zum letzten Zeichen auszureizen. Dies wird unter Umständen etwas schwierig und verlangt einiges an Kreativität, doch es lohnt sich. Ihre Anzeigen nutzen dadurch den gesamten Platz und sind somit auffälliger als Anzeigen, die nicht den vollen Platz in Anspruch nehmen.

Verwenden Sie dabei auch die verschiedenen Formen der Anzeigenerweiterung. Da hier keine Zusatzkosten anfallen und Ihre Anzeigen ebenfalls mehr Platz einnehmen und für Ihre Kunden noch auffälliger sind. Auch wenn Google nicht jede Ihrer Anzeigen mit den entsprechenden Erweiterungen ausliefern wird, ist die Verwendung dennoch ein absolutes Muss, da diese in der Regel den Qualitätsfaktor Ihrer Anzeigen verbessern wird.

Zum Qualitätsfaktor gehört aber auch die Zielseitenerfahrung. Sprich, wie relevant sind das Keyword bzw.  das beworbene Angebot und die Landing Page für den Kunden. Erhält der Kunde genau das, wonach er gesucht hat und was die Anzeige versprochen hat? Hier sind wir wieder beim roten Faden!

Ein weiterer Punkt ist die Webseitengeschwindigkeit der Zielseite. Allgemein springen Kunden, die länger als 3-5 Sekunden auf einen Webseitenaufbau warten müssen sofort ab. Gerade wenn Nutzer das Smartphone verwenden ist dies der Fall. Daher sollten Sie dies unbedingt für Ihre Webseite testen. Dafür bietet Google das Tool ,,Test My Site” an. Dort geben Sie einfach den Link Ihrer Zielseite ein und nach dem das Tool die Webseite analysiert hat, erhalten Sie anschließend eine Beurteilung bezüglich der Webseitengeschwindigkeit und der Verbesserungsmöglichkeiten.

 

Suchbegriffe

Die Keywords sind das wichtigste Element, schließlich entscheiden diese über die Anzeigenauslieferung. Daher ist die richtige Wahl der Keywords das A und O. Doch kommt es oft vor, dass alle Keyword-Ideen für den Moment ausgeschöpft scheinen. Mit einer Analyse der Suchbegriffe können jedoch fast immer unnötige oder irrelevante Keywords ausgeschlossen werden, die nur unerwünschte Anfragen und Kosten generieren. Im Google Ads Interface finden die in der Kampagnenebene auf der Übersichtsseite das Feld ,,Suchbegriffe“. Dort werden alle Suchbegriffe aufgeführt die bei Ihnen zu einer Anzeigenauslieferung geführt haben. Hier ist ein genauer Blick und der Ausschluss von Keywords bares Geld wert.

Quelle: Google Ads Interface

Zu allen Suchanfragen, zu denen Sie nicht geschaltet werden möchten, setzen Sie daher auf die negative Keywordliste. Ebenso lassen sich auch alle Keywords ausschließen, die eine zu geringe CTR aufweisen und unnötige Kosten verursachen. Schließen Sie diese unrentablen Keywords ebenso aus, auch wenn diese zu dem allgemeinen Keyword-Ideen passen. Ebenso werden im Reiter ,,Suchbegriffe” auch Keywords angezeigt, die sich unter Umständen noch nicht im Konto befinden und eine gute CTR und niedrige Kosten aufweisen. Diese sollten dann in die bestehende Keyword-Liste aufgenommen werden. Somit stehen Ihnen zwei Strategien zur Verfügung, die unwirtschaftlichen Keywords zu eliminieren und neue rentable Keywords aufzunehmen. Aber auch Keywords, die in der Vergangenheit keine Impressionen gebracht haben oder ein zu geringes Suchvolumen besitzen, können ebenfalls entfernt werden. Eine gute Praxis die getestet werden sollte ist es, entsprechende Keywords einmal als ,,genau passend” und als ,,weitgehend passend” zu buchen. Testen Sie ruhig, ob dies für Sie Unterschiede hervorbringt und wie diese sich entwickeln.

Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass besonders die Suchbegriffe regelmäßig betrachtet werden sollten und entsprechend angepasst werden müssen. 

 

Zielgruppenanpassung

Warum das Budget an Kunden verschwenden die nicht an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung interessiert sind? Da ist es doch besser verstärkt den Fokus auf die Käuferschaft zu legen, die ohnehin schon sehr kaufbereit ist. Dies erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabschlusses, sondern auch die Relevanz Ihrer Anzeigen und Webseite. Was Google wiederum mit einen höheren Qualitätsfaktor belohnt. Dafür steht Ihnen in der Kampagnenebene der Menüpunkt ,,Zielgruppen” bereit. Erhöhen Sie leicht für die stärkere Käuferschaft die Gebote, wenn Sie eine schwächere Käuferschicht finden, reduzieren Sie die Gebote. Bei Bedarf kann sogar eine Zielgruppe ausgeschlossen werden, um Budget für die konvertierende Zielgruppe zu gewinnen. Auch hier sollten Sie Anpassungen in kleinen Schritten vornehmen und die Entwicklung beobachten und wiederum nach Ihrem Bedarf anpassen. Für eine bessere Einschätzung hilft in der Kampagnenübersicht der Abschnitt ,,Demografische Merkmale“.

Quelle: Google Ads Interface

 

Standortanpassung 

Quelle: Google Ads Interface

An dieser Stelle können Sie gezielt einstellen, wo Ihre Anzeigen besonders stark ausgespielt werden sollen. Dafür stehen Länder, Bundesländer, Städte und Bezirke zur Auswahl, um eine Feinabstimmung vornehmen zu können. Ebenso lassen sich auch Gebiete ausschließen. Gerade für Werbetreibende mit lokalen Geschäften kann dies nochmal eine gute Möglichkeit darstellen im entsprechenden Umkreis verstärk zu werben oder nur in einem bestimmten Gebiet Anzeigen zu schalten.

 

Geräte filtern

Eine weitere wichtige Stellschraube bildet die Anpassung bezüglich der Geräte. In den letzten Jahren hat sich der Ansatz ,,mobil first” durchgesetzt und immer mehr Traffic und Conversion werden durch mobile Geräte generiert. Unterschätzen Sie daher also nicht den Anteil von Smartphones. Um genaue Information zu erhalten, rufen Sie in der Kampagnenebene in dem Menüpunkt ,,Übersicht” den Reiter ,,Geräte” auf. Jedes Gerät wird hierbei oft unterschiedliche Leistungswerte zeigen. Somit sollten Sie dem Gerät mit der besten Leistung ruhig etwas mehr Budget zuweisen, notfalls setzen Sie dafür das Budget anderer Geräte herunter um Budget für besser laufende Geräte freilegen zu können. Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Zuweisung haben, nehmen Sie erst kleine Änderungen vor und testen Sie diese und ziehen nach einiger Zeit die entsprechenden Schlüsse. Hat Ihre Erhöhung funktioniert, erhöhen Sie noch einmal leicht die Gebotsanpassung.

Quelle: Google Ads Interface

Ändern, analysieren & anpassen

Für alle beschriebenen Maßnahmen gilt: nehmen Sie Änderungen vor und geben Sie der Kampagne ruhig eine Woche Zeit und bewerten Sie anschließend Ihre Veränderungen. Dabei können Sie auch etwas experimentierfreudig sein, möchten Sie dabei auf Nummer sicher gehen, schauen Sie täglich in Ihren Account und nehmen Sie Anpassungen vor. Am besten ist es natürlich zu Beginn der Kampagnenerstellung sich diesbezüglich Gedanken zu machen. Doch oft ergeben sich andere Keywords, Zielgruppen und Standorte, die besonders Leistungsstark sind, entgegen aller Prognosen und Analysen. Verschiedene externe Einflüsse, die nicht in der Hand des Werbetreibenden liegen tragen dazu bei. Manchmal ändert sich aber auch einfach nur die Nachfrage oder das Nutzerverhalten. Daher ist die Optimierung Ihrer Kampagnen nach der Erstellung ein absolutes Pflichtprogramm!

 

Fazit

Alle genannten Optimierungshebel zusammen bilden das grundlegende Gerüst, um Ihre Kampagnen schnell zu optimieren. Besonders wirkungsvoll sind diese natürlich, wenn sie kombiniert angewendet werden. Wichtig an dieser Stelle ist es nochmal zu betonen, dass nur eine regelmäßige Analyse, Anpassung und Optimierung auch langfristig den Erfolg bringt.

2020-08-12T10:26:56+02:0030. Juli, 2020|Google Ads (ehem. Adwords)|

Über den Author:

Jan Fölz ist seit 2018 als Junior Digital Marketing Consultant bei der Damcon.

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